Wettbewerbsintensität bei Amazon Werbekampagnen - Michael Hecker über ACoS, Zielsetzungen und Margen

Wettbewerbsintensität bei Amazon Werbekampagnen

Wie kann man Wettbewerbsintensität messen und bewerten?

Als Amazon Händler führt man nicht selten Produkte im Sortiment, mit denen man in hoher Konkurrenz zu anderen Sellern steht. Für die eigenen Amazon Werbekampagnen bedeutet das dementsprechend eine hohe Wettbewerbsintensität mit hohen Klickpreisen und einem teilweise unprofitablen ACoS. Wie man diese Wettbewerbsintensität messen, bewerten und daraufhin richtig reagieren kann, erklärt Michael Hecker in fünf kurzen Minuten.

Ihr habt Fragen an uns? Postet diese gerne in die Kommentare. Wir helfen immer gerne.

Amazon PPC - Kunden mit Kaufabsicht erreichen

Kluges Amazon Advertising – Michael Hecker über das Erreichen von Kunden mit Kaufabsicht

Als Händler können wir unsere Amazon Ads Strategien anpassen, Kennzahlen auswerten, Werbekampagnen optimieren und vieles mehr. Doch das alles bringt uns nichts, wenn wir das aus den Augen verlieren, was wir bei all dem erreichen wollen – Menschen zu erreichen. Wie wir ein so emotionales Thema anhand von vermeintlich trockenen Daten auswerten und verbessern können, hat unser Gründer und Geschäftsführer Michael Hecker beim Amazon Sellerday in Leipzig verraten.

Zur besseren Übersicht der Inhalte:

Zeit Thema
00:00 Intro
02:04 Suchverhalten vs. Surfverhalten – So definieren Sie Ihre Zielgruppe
04:49 Häufig missverstanden – Optimieren vs. Substituieren
08:57 So errechnen wir den ACoS.
14:14 Welche Größen beeinflussen den ACoS?
17:50 Warum Sie die Klickrate nicht ignorieren sollten.
21:25 Mehr-Wort-Suchbegriffe – Was Sie über Long Tail Keywords wissen müssen.
28:03 Beeinflusst der Produktpreis die Profitabilität?
30:12 Woher weiß ich welche Keywords relevant sind?
34:59 Lohnt sich die Mühe?
37:19 Zusammenfassung
38:27 Lust auf mehr? Hier geht es zu unserem Blog!
39:32 Publikumsfrage zu den unterschiedlichen Umsatzkennzahlen

Ihr habt Fragen an uns? Postet diese gerne in die Kommentare. Wir helfen immer gerne.

Professionelle Amazon Produktfotografie - Mohamed Al-Hakim im Interview

Professionelle Amazon Produktfotografie – Mohamed Al-Hakim im Interview

Produktfotografie, ein künstlerisches Thema? Eher nicht, sagt Mohamad Al-Hakim. Denn professionelle Produktfotografie dreht sich primär um Prozesse. Kreative Ideen schaden dabei zwar nicht, doch letztlich zählt bei Produktbildern nur eins: der Umsatz.

Zur besseren Übersicht der Inhalte:

Zeit Thema
00:00 Intro
00:42 Mohamad, wie bist Du zur Produktfotografie gekommen?
08:27 Produktfotografie – Welche Rolle spielt Kreativität?
09:56 Fallbeispiel: Portemonnaie
15:10 Produktbilder, die verkaufen – Ein analytischer Prozess
16:20 Schritt 1: Wettbewerbsanalyse
18:50 Schritt 2: Die Produktanalyse
19:12 Schritt 3: Use Cases und Szenarien
21:00 Schritt 4: Die Fotografie
21:14 Schritt 5: Bildreihenfolge und Bildbearbeitung
23:26 Schritt 6: USPs, Qualitätssiegel und Zertifikate
25:54 Sitzungsdauer und Conversion Rate
27:07 Schritt 7: Endausgabe
28:17 Lonesome Ranger vs. Großkonzern – Wie unterscheiden sich die Prozesse?
29:55 CGI & 3D Product Rendering – Was hältst Du davon?
32:09 Amazon Styleguides für Produkte – Welche Fehler sollten Händler vermeiden?
37:51 Produktfotos mit dem Handy selber erstellen
38:44 Mohamad, wie kann man Dich erreichen?

Kontaktieren könnt ihr Mohamad Al-Hakim per Email an Info@hakim-edv.de oder über das Kontaktformular auf seiner Website.

Ihr habt Fragen an uns? Postet diese gerne in die Kommentare. Wir helfen immer gerne.

Amazon Verkäuferkonto gesperrt - Was tun? Michael Frontzek im Interview

Amazon Verkäuferkonto gesperrt – Was tun? Michael Frontzek im Interview

Kontosperrung – Eine stets drohende Gefahr für Amazon Seller?

Auf Amazon Verkäufer Konferenzen werden die Themen Plattformabhängigkeit und Diversifikation oft diskutiert. Das Stichwort „Accountsperrungen“ fällt dabei regelmäßig im ersten Satz und es wirkt fast, als spräche man von einem universellen Risiko oder einem unabdingbaren Schicksal, das jeden unverschuldet ereilen kann. Doch ist das wirklich so?

Um zu verstehen, welche Ursachen eine Accountsperrung haben kann und was Händler im Fall der Fälle unternehmen können, habe ich mit Michael Frontzek von MiToU im Rahmen der IAW in Köln gesprochen.

Ursachen verstehen

Eines wurde mir im Interview schnell klar: Von willkürlichen und unverschuldeten Accountsperrungen kann keine Rede sein. Übergeordnet sind zwei Themenkomplexe abzugrenzen:

  1. Verkäuferleistung
  2. Misuse & Black Hat Strategien

Verkäuferleistung umfasst dabei alle Themen, die Sie in der Seller Central unter dem Menüpunkt Kundenzufriedenheit / Verkäuferleistung findet. Amazon differenziert hier die Kundenzufriedenheit, die Einhaltung der Produktrichtlinien und die Versandleistung. Um eine leistungsbedingte Sperrung zu vermeiden, sollte man die Leistungsbewertung regelmäßig kontrollieren und frühzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen. Wenn die Versandleistung ein Risiko darstellt, kann man beispielsweise prüfen, ob die Umstellung auf Versand durch Amazon (Fulfillment by Amazon) eine Option ist.

Unter das Stichwort „Misuse“ fallen viele Arten der missbräuchlichen Manipulation. Exemplarisch spricht Michael im Interview über ASIN Takeovers und Marken Hijacking. Beide Techniken zielen letztlich darauf ab Ranking, Bewertungen und Reichweite bestehender Listings für ein neues beziehungsweise anderes Produkt zu nutzen.

Was tun, wenn Ihr Amazon Verkäufer-Account gesperrt wurde?

Es klingt banal, aber: Bewahren Sie die Ruhe. Eine impulsive, unstrukturierte Reaktion hat im Regelfall keine nennenswerte Erfolgsaussicht und schadet eher.

1. Warum wurde Ihr Account gesperrt?

Prüfen Sie die Kennzahlen zur Verkäuferleistung und prüfen Sie Ihren Email-Account. Welche Informationen hat Amazon zur Sperrung bereitgestellt?

2. Welche Art der Sperrung liegt vor? Welche Funktionen wurden deaktiviert?

Können Sie sich noch in die Seller Central einloggen? Können Sie noch verkaufen? Betrifft die Sperrung einzelne Marktplatzländer oder Ihren gesamten Account?

3. Maßnahmenplan erstellen

Seien Sie hierbei transparent und erklären Sie, wie Sie den oder die Fehler künftig vermeiden werden. Außerdem sollte man prüfen, ob spezifische Dokumente zur Legitimation oder Verifikation von Angaben angefragt wurden. Amazon kommuniziert hierbei oft, dass einzelne Informationen (z.B. der Kontostand auf einem Bankauszug) auf dem Dokument geschwärzt werden dürfen.

Spannend finde ich, dass laut Michael Frontzek die Kontaktanzahl in die Leistungsbewertung der Amazon Mitarbeiter eingeht. Der Maßnahmenplan sollte deshalb vollständig und nachvollziehbar sein, so dass Rückfragen möglichst vermieden werden können.

Zwei abschließende Randnotizen:

  1. Bei unseren Recherchen zum Interview haben wir festgestellt, dass viele Händler nach (downloadbaren) Vorlagen für Maßnahmenpläne suchen. Das sehe ich eher zwiespältig, denn vorformulierte Vorlagen können leicht dazu führen, dass man den eigenen Fall weniger detailliert aufarbeitet.
  2. Man soll es nicht glauben, doch Michael sprach im Interview davon, dass Händler in den Support Tickets teilweise relativ „ruppig“ mit den Amazon Mitarbeitern kommunizieren. Das ist nicht nur menschlich wenig nobel, sondern im Zweifelsfall auch Ihren Erfolgsaussichten nicht zuträglich.

Zur besseren Übersicht der Inhalte:

Zeit Thema
00:00 Intro
00:38 Michael, wie bist Du zum Thema Amazon gekommen?
02:52 Welche Gründe führen regelmäßig zu Accountsperrungen?
04:45 Black Hat Strategien und Misuse
06:45 Geistiges Eigentum, Lizenzen und Quellennachweise
09:52 Das große Thema Produktrezensionen
14:58 Wie sieht Euer Prozess im Falle einer Accountsperrung aus?
21:03 In welchen Bereichen unterstützt Ihr Amazon Händler?
23:15 Betreut Ihr auch andere Kanäle?
24:30 Handelt Ihr auch in eigenem Namen auf Amazon?
27:06 Wie kann man Dich und das Team von MiToU erreichen?

Kontaktieren könnt ihr Michael Frontzek über Facebook und die Website von MiToU: https://www.mitou.de/kontakt/

Ihr habt Fragen an uns? Postet diese gerne in die Kommentare. Wir helfen immer gerne.

Amazon Advertising - Wann sollte ich Keywords abstellen?

Wann sollte ich Keywords in meinen Amazon Werbekampagnen abstellen?

Unprofitable Keywords zu pausieren scheint naheliegend – ideal ist es aber nicht.

Die Profitabilität eines Keywords hängt von drei Faktoren ab:

  1. Durchschnittlicher Bestellwert (Average Basket)
  2. Conversion Rate
  3. Klickpreis

Selbst wenn wir annehmen, dass der durchschnittliche Bestellwert und die Conversion Rate nicht kurzfristig angehoben werden können, bleibt uns immer noch eine beeinflussbare Größe: Das Keyword Gebot.

Aktive Keywords nehmen bei relevanten Suchanfragen an den stattfindenden Anzeigen-Auktionen teil und haben so die Chance Wahrnehmung für Ihre Produkte und Marken zu generieren. Reduziert man das Gebot für ein Keyword sinken zwar die erwarteten Anzeigen-Impressionen, doch parallel steigt die Profitabilität des Traffics.

Wenn Sie ein Keyword pausieren oder archivieren, nimmt das Schlüsselwort an keinen Anzeigenauktionen mehr Teil und somit entfällt die Chance einen positiven Beitrag zu Ihrem Betriebsergebnis zu leisten gänzlich.

Ihr Bid Management Prozess ist somit entscheidend. Einen Artikel zu unserem Bid Management Prozess finden Sie hier.

Pausieren vs. Archivieren

Möchte man aus strategischen Gründen, dass keine Werbung für bestimmte Suchbegriffe geschaltet wird, sollte man das jeweilige Keyword pausieren. Das hat den großen Vorteil, dass das Keyword jederzeit reaktiviert werden kann.

Keywords zu archivieren ist letztlich nur notwendig, wenn man das Keyword-Limit von aktuell 2,000,000 Keywords ausgeschöpft hat. Da archivierte Schlüsselworte nicht gezählt werden, kann man neue Keywords buchen nachdem man „alte“ Keywords archiviert hat. Erfahrungsgemäß ist das nur notwendig, wenn Sie ein extrem umfangreiches Produktsortiment haben.

Informationen zu den aktuell geltenden Kampagnen-Limits finden Sie hier in der Seller Central.

Weiterführende Fragen beantworten wir persönlich und in den Kommentaren immer gerne.

Handelsware auf Amazon bewerben – Was ist zu beachten?

Handelsware auf Amazon bewerben – Was ist zu beachten?

Im Allgemeinen verfolgen Amazon Händler mit Ihren Werbekampagnen zwei Ziele:

  1. Profitables Umsatzwachstum
  2. Die Verbesserung des organischen Rankings / der organischen Verkäufe

Weil Handelsware regelmäßig von mehreren Händlern vertrieben wird, liegt die Buy Box Quote des einzelnen Händlers oft weit unter 100%. Da eine Verbesserung der organischen Verkäufe dem Werbetreibenden somit nur teilweise zu Gute kommt, hat dieser Aspekt für Einzelhändler weit weniger Bedeutung.

Die Profitabilität der Werbeumsätze bzw. ACoS Optimierung ist somit das vorrangige Ziel.

Beeinflusst wird der ACoS durch den Klickpreis, die Conversion Rate und den durchschnittlichen Verkaufspreis.

Wenn wir davon ausgehen, dass der Buy Box Wettbewerb zu einem gewissen Preisdruck führt, kann der Produktpreis nicht im Rahmen der Werbestrategie angepasst werden.

Mit Hinblick auf das Buy Box Quoten Argument gehen wir an dieser Stelle auch davon aus, dass der einzelne Händler einen geringeren Anreiz hat, am Listing und somit der organischen Conversion Rate zu arbeiten.

Wenn wir annehmen, dass die Relevanz der gebuchten Keywords sauber geprüft wurde, verbleibt der Klickpreis als zentrale Variable.

Wichtig ist hierbei, dass man sowohl die Standardgebote der Anzeigengruppen, als auch die keyword-spezifischen Gebote steuert. Letztere werden im Bid Management über den Maximum-ACoS-Parameter gesteuert.

Die Berechnung des max. ACoS Parameters und unseren Bid Management Prozess erklären wir in diesem Artikel ausführlich.

Weiterführende Fragen beantworten wir persönlich und in den Kommentaren immer gerne.

Halo Effekt, Brand Halo Effect und Halo Sales

Halo Effekt, Brand Halo Effect und Halo Sales – Definitionen, Beispiele und wie Sie als Amazon Seller davon profitieren

Halo Effekt Definition

Der Halo Effekt besagt im Marketing, dass der Gesamteindruck eines Produkts oft nur von wenigen, besonders auffälligen Merkmalen abhängt und dass wir dazu tendieren, unsere Wahrnehmung und Bewertung dieser Merkmale auf andere, unbekannte Produkteigenschaften zu übertragen.

Halo Effekt Beispiel – Damen Blusen

Bewertet eine Kundin den Schnitt und das Design einer Bluse als elegant und modern, wird sie regelmäßig davon ausgehen, dass auch Passform, Verarbeitung und Waschbeständigkeit gut sind.

Brand Halo Effect

Beim Brand Halo Effekt steht die Marke und die damit verbundenen Assoziationen im Vordergrund.

Ein Kunde, der die Marke Nike mit Qualität, Sportlichkeit, Ausdauer und Komfort assoziiert, wird ein ihm unbekanntes Nike Produkt öfter als sportlich und qualitativ hochwertig beschreiben, als ein vergleichbares No-Name-Produkt.

Halo Sales

Im Kontext von Amazon treten Halo Sales auf, wenn ein Kunde auf eine Werbeanzeige klickt und dann nicht das beworbene Produkt kauft, sondern ein anderes Produkt bzw. eine andere Produkt-Variante aus dem Sortiment des Händlers.

Halo Sales sind ein Teilaspekt des Hallo Effekts, weil man implizit unterstellt, dass der Kauf des anderen Produkts zustande kommt, weil das beworbene Produkt Aufmerksamkeit und eine positive Wahrnehmung für das andere Produkt generiert hat.

Amazon Seller können Halo Sales mit zwei unterschiedlichen Werbeberichten detailliert auswerten.

1. Suchbegriffsbericht

In den Suchbegriffsberichten unterscheidet Amazon zwischen „Beworbene SKU-Umsätze“ und „Andere SKU-Umsätze“.

Kauft der Kunde die beworbene Produktvariante (SKU), wird der Umsatz den „Beworbene SKU-Umsätzen“ zugerechnet. Kauft der Kunde ein anderes Produkt aus dem Sortiment des Händlers, wird der Umsatz zu den „Andere SKU-Umsätzen“ hinzugezählt.

Herunterladen können Sie den Suchbegriffsbericht, indem Sie in der Seller Central die Maus über den Reiter „Berichte“ bewegen und dann den Unterpunkt „Werbungsberichte“ anklicken. Beim Drop Down Menü „Alle Kampagnen“ wählen Sie dann „Sponsored Products“ aus und als „Berichttyp“ ist „Suchbegriffe“ auszuwählen. Wenn Sie dann auf den Button „Bericht erstellen“ klicken, wird der Suchbegriffsbericht für Sie erstellt. Je nach Datenmenge kann dies einige Minute dauern. Wenn der Bericht zum Herunterladen bereitsteht, springt die Anzeige „Bericht wird erstellt …“ auf „Herunterladen“ um.

2. Bericht zu gekauften Sponsored Products

Wer „Andere SKU-Umsätze“ inhaltlich analysieren möchte, kann den „Bericht zu gekauften Sponsored Products“ nutzen.

Dieser schlüsselt detailliert auf, welche Produkte (ASINs) Kunden gekauft haben, nachdem sie auf die Werbung für eine andere ASIN geklickt haben.

Sollten Halo Sales möglichst hoch sein?

Vorab:
Die Höhe der Halo Sales hängt stark von Ihrem Sortiment ab. Wenn Ihre Produkte keine oder wenig Produktvarianten haben und Sie Produkte aus vielen verschiedenen Produktkategorien anbieten, sind Ihre Halo Sales deutlich niedriger, als wenn Ihre Produkte sehr viele Varianten haben und sich Ihr Sortiment stark auf wenige Kategorien konzentriert.

Pro:
Ein Anstieg der Halo Sales ist positiv, wenn die Qualität des Produktsortiments gestiegen ist und/oder wenn sich das Cross-Selling auf Ihren Produktdetailseiten verbessert hat.

Das Cross Selling verbessert sich beispielsweise, wenn unter „Wird oft zusammen gekauft“, „Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen“ und „Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch“ mehr Produkte aus Ihrem Sortiment erscheinen.

Contra:
Auf Optimierungspotential deuten Halo Sales hin, wenn Kunden die „andere SKU“ kontinuierlich gegenüber der beworbenen SKU präferieren.

Indem die Werbung das beliebteste Produkt (die beliebteste Produktvariante) bewirbt, kann die Klickrate und Conversion Rate gesteigert werden. Dies führt zu einem niedrigeren ACoS und somit höherer Profitabilität.

Da sich die Präferenzen Ihrer Kunden saisonal und suchbegriffsabhängig unterscheiden, stößt manuelle PPC Optimierung hier oft an ihre Grenzen.

Sollten Sie Fragen zum Thema Amazon PPC Automation haben, hilft Ihnen unser Team gerne im persönlichen Gespräch weiter.

amazon fba steuern

Amazon PAN-EU und die Umsatzsteuer – Sorgenfreier Amazon Handel im EU Ausland

Lieferschwellen, Warenverbringung, Sprachbarrieren und länderspezifische Gesetzgebungen. Vielen Amazon Händlern läuft deshalb der kalte Schweiß den Nacken runter, wenn sie Post vom Finanzamt im Briefkasten finden.

Doch das muss nicht sein, sagt Dr. Moritz Lukas von der Taxdoo GmbH. Wenn die grundlegenden Prozesse richtig aufgesetzt sind, können die großen Datenmengen skalierbar verarbeitet und der manuelle Aufwand stark reduziert werden.

Sind die umsatzsteuerlichen Voraussetzungen gegeben, wird der internationale Amazon Handel zu einem strategischen Hebel, weil neue Kundengruppen erreicht und die Lagerhaltung optimiert werden können.

Zwei steuerliche Themen führen beim Vertrieb ins EU Ausland regelmäßig zu Problemen, deren Korrektur oft zeit- und kostenintensiv ist.

1. Lieferschwellen

Die Lieferschwelle legt fest, ab welchem Umsatzvolumen Umsatzsteuer im Zielland bezahlt werden muss und somit die steuerliche Registrierung notwendig wird. Wichtig ist hierbei, dass die Lieferschwelle nicht für alle EU-Mitgliedsstaaten einheitlich ist. Stand Juli 2019 liegen die Lieferschwellen von Frankreich, Italien und Spanien bei 35.000€ und die Lieferschwelle von Großbritannien beträgt 70.000 GBP.

Amazon Händler nutzen die Lieferschwellen gerne aus, um neue Marktplatzländer schlank zu testen. Laut Dr. Moritz Lukas spricht grundsätzlich nichts dagegen. Was aber gerne übersehen wird, ist, dass hier alle Verkaufskanäle aggregiert werden müssen.

Relevant ist nicht nur der Amazon Umsatz, sondern jeder Verkauf an private Endkunden. Die Umsätze des eigenen Shops und anderer Marktplätze (z.B. eBay) müssen hier also mitberücksichtigt werden.

2. Warenverbringung

In der Amazon Seller Central können Händler in den Einstellungen zum Versand durch Amazon mit einer einzelnen Checkbox freigeben, dass Amazon Ware auch in anderen Ländern aufbewahren darf.

Was unscheinbar wirken mag, hat aber weitreichende Konsequenzen, denn wenn Ware im Ausland gelagert wird, ist man als Händler im jeweiligen Land umsatzsteuerpflichtig und benötigt eine Steuernummer. Die Lieferschwelle kann also nicht genutzt werden, wenn Ware im Land gelagert wird.

Ihr findet diese (problematische) Einstellung unter:
Seller Central > Einstellungen > Versand durch Amazon > Einstellungen für grenzüberschreitenden Versand

Unterstützung für Euren Steuerberater

Wenn sich Amazon Händler mit den Themen PAN-EU und Internationalisierung beschäftigen, besteht oft schon eine mehrjährige Partnerschaft mit einem deutschen Steuerberater.

Gerade wenn Finanzbuchhaltung, Lohnbuchhaltung und Jahresabschlüsse von diesem Steuerberater zuverlässig betreut werden, möchte man den Steuerberater im Zuge der Internationalisierung äußerst ungerne wechseln.

Wegen Unterschieden in der lokalen Steuergesetzgebung und Sprachbarrieren, kann aber auch für sehr eCommerce-affine Steuerberater das Thema Internationalisierung eine Herausforderung sein.

Abhilfe bietet hier Taxdoo. In Kooperation mit Steuerberatern in den einzelnen EU Ländern, kann Taxdoo die internationalen Steuererklärungen und die Korrespondenz mit den ausländischen Steuerbehörden übernehmen. Für die Steuererklärung in Deutschland bleibt der bestehende Steuerberater wie gewohnt verantwortlich und über den Export der Finanzbuchhaltung wird der reibungslose Informationsaustausch mit dem bestehenden Steuerberater gewährleistet.

Ihr habt weiterführende Fragen?

Ihr erreicht Dr. Moritz Lukas und das Team von Taxdoo unter:
Telefon: +49 (0) 40 3688 145-0
E-Mail: info@taxdoo.com

amazon keywords exact match

PPC Amazon – Sollte ich gute Keywords auf Exact Match umstellen?

Viele Amazon Händler glauben, dass gute Keywords auf Exact Match umgestellt werden sollten.

Eine Korrelation zwischen dem Übereinstimmungstyp (Breitgefasst, Phrase, Exakt) und dem ACoS konnten wir in unserer Analyse aber nicht feststellen. Man kann den ACoS also nicht per se senken, indem man Keywords von broad auf exact match umstellt.

Die Erklärung dafür ist einfach:
Die in der Seller Central angezeigten Amazon Kennzahlen sind das gewichtete Mittel der zugrunde liegenden Searchterms. Bei exact match generiert nur ein einzelner Suchbegriff Anzeigenimpressionen. Hier stimmen somit die Kennzahlen des Suchbegriffs mit den KPIs des Keywords überein. Bei phrase und broad match können aber viele tausend Suchbegriffe Anzeigen-Impressionen generieren und jeder Suchbegriff hat einen individuellen Klickpreis, eine individuelle Conversion Rate und einen individuellen ACoS.

Wenn viele unterschiedliche Suchbegriffe Werbereichweite generieren, variiert die Relevanz und Conversion Rate der einzelnen Searchterms naturgemäß stark. Neben der Conversion Rate wird der ACoS aber auch durch den Click-Preis beeinflusst. Der ACoS kann somit für einen weniger relevanten und weniger gut konvertierenden Suchbegriff niedriger sein, wenn der Klickpreis hinreichend niedrig ist.

Ihr möchtet genauer verstehen, wie der ACoS berechnet wird, wie man sinnvolle Zielwerte definiert und wann ein ACoS gut ist? In diesem Artikel beantworten wir Eure Fragen zum Amazon ACoS.

Ihr habt Fragen zum Thema Amazon PPC? Postet diese gerne in die Kommentare. Wir helfen immer gerne.

Amazon PPC Kosten zu hoch? Diese Einstellung senkt Ihre Kosten und steigert die Profitabilität

Um die Amazon Pay per Click Kosten zu reduzieren, passen viele Amazon Händler einfach in der Seller Central das Tagesbudget der Werbekampagnen an. Ideal ist das aber nicht, weil sich bei dieser Einstellung die Profitabilität nicht verbessert.

Besser ist es, die Werbekosten über die Gebote zu reduzieren. Wenn Ihr Eure Gebote (Standardgebot der Anzeigengruppe und die Gebote der Searchterms) senkt, generiert Ihr im Erwartungswert weniger Anzeigen Impressionen und weniger Clicks. Die Werbeausgaben sinken somit.

Gleichzeitig sinken die durchschnittlichen Kosten pro Klick (CPC), was regelmäßig Euren ACoS reduziert und somit Eure Profitabilität steigert.

Wer sich fragt, wie man die Gebote der Searchterms bestimmen kann, findet hier unseren Bid Management Prozess im Detail erklärt.

Ihr habt Fragen zu Euren Kampagneneinstellungen oder Amazon PPC im Allgemeinen?
Postet diese gerne in die Kommentare. Wir helfen immer gerne.