Amazon Prime Day 2019 – Marketingstrategien für Eure PPC Kampagnenoptimierung

Amazon Prime Day 2019 – Marketingstrategien für Eure PPC Kampagnenoptimierung

Amazon Prime Day 2019

Das offizielle Datum ist zwar noch nicht veröffentlicht, doch verschiedene E-Commerce- und Nachrichten-Websites spekulieren darüber, dass der Prime Day 2019 um den 15. Juli stattfinden könnte. Knapp vier Wochen also, um letzte Vorbereitungen zu treffen.

Weil wir in den letzten Tagen häufiger gefragt wurden, welche Kampagnenanpassungen wir für Eure Amazon Werbekampagnen empfehlen, nehmen wir uns heute etwas Zeit, um mit diesem Blog Post möglichst viele Eurer Fragen zu beantworten.

Bevor wir zu den Daten kommen, ganz kurz zur Methodik:

Um Euch konkrete, quantitative Empfehlungen geben zu können, haben wir uns die Daten vom Prime Day 2018 angesehen. Für Euch zur Einordnung ist wichtig, dass 1. der Prime Day 2019 prinzipiell anders verlaufen kann als der Prime Day 2018 und 2. können die Zahlen für Eure individuellen Produktkategorien und Marktplatzländer von dem Daten Sample abweichen, das wir analysiert haben. Lasst Euch hier von kleineren Differenzen nicht aus dem Konzept bringen. Entscheidend sind die übergeordneten Änderungen im Surf- und Kaufverhalten der Kunden.

Sehen wir uns im ersten Schritt die Entwicklung der Werbereichweite an.

Im Vergleich Prime Day vs. zwei Wochen zuvor (Tagesdurchschnitt) sehen wir, dass die Anzeigenimpressionen um 100.5% gestiegen sind. Größere Reichweitenrückgänge sieht man während der 14 Tage vor dem Prime Day nicht. Für mich persönlich ist dies überraschend, weil ich erwartet hätte, dass die Kunden die Prime Day Rabatte antizipieren und deshalb ihre Einkäufe auf die Prime Day Tage verschieben. Das ist aber nicht der Fall. Eine Erklärung könnte sein, dass Amazon vor dem Prime Day kräftig die Werbetrommel rührt, was den Traffic steigert. In Summe ist die Reichweite in den 14 Tagen vor dem Prime Day relativ konstant und zum Prime Day sehen wir dann einen signifikanten Traffic Anstieg.

Punkt 2 ist die Click Through Rate (CTR): Hier sehen wir einen Rückgang von 37.7%. Im normalen Tagesgeschäft ist die Klickrate aus zwei Gründen kritisch. Zum einen signalisieren Klicks Relevanz und somit kann eine geringe Klickrate auf Probleme bei der Keyword Relevanz hindeuten. Der zweite Grund hat mit der erwarteten Werbereichweite zu tun. Als Händler zahlt Ihr ja letztlich erst für die Clicks und somit generiert Amazon mehr Werbeumsatz, wenn Produkte mit hoher CTR bevorzugt ausgespielt werden. Ein Rückgang der CTR könnte somit Eure erwartete Werbereichweite reduzieren. In diesem konkreten Fall reden wir aber ja über einen globalen Effekt, der zeitlich auf die Prime Day Tage beschränkt ist und deshalb würde ich den Rückgang der CTR nicht überinterpretieren. Die Kunden suchen ganz einfach mehr und sehen sich in Relation weniger Produkte im Detail an.

Der nächste Punkt ist die Klickanzahl. Anzeigenimpressionen +100.5%, CTR -37.7% führt in Summe zu 24% mehr Klicks.

Spannend wird es jetzt bei der Conversion Rate, weil diese Euren ACoS maßgeblich beeinflusst. Bei der Click Through Rate haben wir einen Rückgang gesehen. Bei der Conversion Rate sehen wir einen Anstieg um 5.2%. Die Kunden beschäftigen sich also weniger mit einzelnen Produkten. Wenn diese Hürde aber überwunden ist, ist die Kaufwahrscheinlichkeit am Prime Day höher, als in den zwei Wochen vor dem Prime Day.

24% mehr Clicks, 5.2% höhere Conversion Rate führt in Summe zu 30.4% mehr Bestellungen.

Mit Hinblick auf den ACoS ist die nächste spannende Kennzahl nun der durchschnittliche Bestellwert. Hier sehen wir einen Anstieg von 6.8%. Das ist insofern spannend, als dass der Prime Day ja stark mit Rabatten assoziiert wird. Beim Bestellwert sehen wir, dass in Summe aber nicht weniger, sondern mehr ausgegeben wird. Zugegeben, der Bestellwert setzt sich aus den individuellen Produktpreisen und der Artikelanzahl zusammen. Es wäre also denkbar, dass die Kunden bei den Produktpreisen sparen und der Bestellwert nur deshalb steigt, weil größere Mengen bestellt werden. Das ist aber eher unwahrscheinlich, weil Amazon in einer Pressemitteilung vom 18. Juli 2018 geschrieben hat, dass es beim Prime Day 2018 über 1 Mio. Deals gab und dass über 100 Mio. Produkte verkauft wurden. Es ist also wahrscheinlich, dass auch nicht rabattierte Produkte vom Prime Day profitieren.

30.4% mehr Bestellungen und 6.8% höherer Bestellwert führen in Summe zu 39.6% mehr Umsatz.

Die Sales KPIs haben wir damit abgeschlossen. Im nächsten Schritt ist nun spannend, wie sich Kosten und Profitabilität entwickelt haben.

Fangen wir mit den Klickpreisen an. Auch hier war ich sehr überrascht, weil ich ehrlicherweise mit verstärktem Wettbewerb zwischen den Händlern und somit höheren Klickpreisen gerechnet habe. Dem war aber nicht so. Die Klickpreise waren um 8% niedriger.

Relativ zu Beginn hatten wir gesehen, dass die Clicks um 24% gestiegen sind. In Kombination mit 8% niedrigeren Klickpreisen ergibt sich ein Anstieg der Werbekosten von nur 14.1%.

Und damit kommen wir zur Profitabilität bzw. dem ACoS: 39.6% mehr Umsatz bei 14.1% höheren Werbekosten führt zu einer ACoS Verbesserung von 18.6%. Auch das dürfte sicher viele von Euch überraschen.

Kommen wir abschließend zu den Handlungsempfehlungen: Die zwei zentralen Kampagneneinstellungen sind dabei 1. das Kampagnenbudget und 2. die Gebote.

Mit Hinblick auf den ACoS sind die drei zentralen Größen der Average Basket, die Conversion Rate und der durchschnittliche Klickpreis. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir auch in diesem Jahr wieder einen Anstieg im Average Basket sehen werden. Ich halte es für wahrscheinlich, dass auch die Conversion Rate wieder steigen wird und beim Klickpreis würde ich konservativ ein kleines Fragezeichen machen. Je nach Risikopräferenz würde ich somit zwei Strategien unterscheiden.

Strategie 1 – Konservativ

Im konservativen Fall würde ich mit einem konstanten ACoS rechnen. Wenn Euer ACoS aktuell okay bis gut ist, wären nur die Kampagnenbudgets zu prüfen. Hier würde ich mit einem Puffer von mindestens 50% rechnen. Wenn Eure Kosten aktuell mehr als 50% des Kampagnenbudgets ausschöpfen, sollte das Budget entsprechend angehoben werden. Wie gut Euer ACoS ist, kann mit der Break-Even Bedingung (Cost per Order = Net Profit Margin) bestimmt werden. Ausführlich erklären wir die Logik und Rechnung in diesem Artikel zum Break-Even ACoS.

Strategie 2 – Optimistisch

Im optimistischen Fall gehen wir davon aus, dass sich der ACoS während der Prime Day Tage tendenziell verbessert. Wegen dem erwarteten Anstieg von Conversion Rate und durchschnittlichen Bestellwert halte ich dies für durchaus wahrscheinlich. Wie sehr Ihr Eure Gebote (Anzeigengruppen Standardgebote und Keyword Gebote) anhebt, hängt dann von der erwarteten Änderung der Klickpreise ab. Wenn wir davon ausgehen, dass die Klickpreise konstant bleiben, können die Gebote um ca. 12% angehoben werden. Wenn Ihr davon ausgeht, dass die Klickpreise wieder um 8% sinken werden, können die Gebote um ca. 20% angehoben werden.

Wenn Ihr weiterführende Fragen habt, dann postet diese gerne in die Kommentare. Wir helfen immer gerne.

In diesem Sinne: Einen erfolgreichen Prime Day 2019.

Gebote nach Platzierung im PPC Plausch

Gebote nach Platzierung anpassen. Seit einigen Monaten können in den Amazon Kampagneneinstellungen Gebotsanpassungen für die Anzeigenplatzierung definiert werden. Für „Erste Suchergebnisse“ (top of search) und „Produkt-Seiten“ (product pages placements) können dabei prozentuale Aufschläge zwischen 0% und 900% freigegeben werden.

Im ersten PPC Plausch gibt Michael eine kurze Einschätzung und sagt, welche Änderung er sich für das spannende Feature wünschen würde.

Eure Fragen zum Thema Amazon PPC beantworten wir gerne in den Kommentaren.

Mit Amazon Marketing KPIs zu mehr Transparenz und Erfolg

Amazon Kennzahlen – Die Top10 Amazon KPIs für planbaren Marketingerfolg

Haben Sie sich jemals über einen Rückgang Ihrer Amazon Umsatzzahlen oder einen Kostenanstieg gewundert? Das kann verschiedene Gründe haben. In diesem Blog behandeln wir 10 Amazon KPIs (auch bekannt als Key Performance Indicators, oder einfach Leistungskennzahlen), die in Ihrem Amazon PPC Marketing den Unterschied zwischen Erfolg und Scheitern ausmachen können.

Klar, das Thema Reporting ist nicht besonders sexy. Das ist auch beim Amazon PPC Marketing nicht anders, doch Transparenz macht den Unterschied zwischen erfolgreichen, umsatzstarken und unprofitablen Kampagnen.

Bereit? Dann los!

 

Kosten KPIs

 

1. Cost-per-Click (CPC)

Ihr durchschnittlicher Klickpreis (CPC) wird durch eine Reihe unterschiedlicher Faktoren beeinflusst:

1. Keyword Auswahl ( Fat-Head vs. Long-Tail)

2. Keyword Relevanz

3. Konkurrenz

4. Durchschnittlicher Produktpreis in der betreffenden Produktkategorie

5. Durchschnittliche Gewinnmarge in der betreffenden Produktkategorie

Indem Sie die von Amazon zur Verfügung gestellten Daten zu den empfohlenen Geboten herunterladen, können Sie Ihre eigenen Gebote verlässlich bewerten. Für welchen Anteil Ihres Keyword-Sets sind Ihre Gebote hoch genug und für welchen Anteil sind sie eventuell zu niedrig?

Bevor Sie Ihre Gebote erhöhen, denken Sie bitte daran, dass diese nicht nur Ihren erwarteten Traffic steigern. Ein höheres Gebot führt erwartungsgemäß auch zu einem höheren durchschnittlichen Klickpreis (CPC) und somit auch zu einem höheren ACoS (wird an Punkt 10 erklärt), was im Umkehrschluss bedeutet, dass Ihre Profitabilität abnimmt.

 

2. Werbeausgaben (Ad Spend)

Die Werbeausgaben (Ad Spend) lassen sich berechnen, indem man die Gesamtanzahl der Klicks mit dem durchschnittlichen Klickpreis (CPC) multipliziert. Wenn wir einen PPC Account analysieren, sehen wir uns in der Regel als Erstes die Werbeausgaben an, um ein Gefühl für den Umfang der Werbeaktivitäten zu bekommen. Dabei ist es entscheidend, auch den Umfang des Produktsortiments zu berücksichtigen. Da der Bid Management Prozess eine gewisse Datenmenge voraussetzt, sollte jede Produktvariante (SKU – Stock Keeping Unit) eine relevante Menge an Klicks (und damit Daten) generieren.

Wenn Sie beispielsweise zwei Produktvarianten bewerben, 30 Klicks pro SKU annehmen und wir von einem durchschnittlichen Klickpreis von 0,30€ ausgehen, lässt sich Ihr Richtwert für die täglichen Werbeausgaben wie folgt berechnen:

 

Ad Spend = 2 Produktvarianten x 30 Klicks/Tag x 30 Cent/Klick = 18€/Tag

 

Die Top10 Amazon Marketing KPIs für mehr Transparenz und Erfolg

Amazon Marketing KPIs für Transparenz und Erfolg

 

Sales KPIs

 

3. Werbereichweite (Impressionen)

Ihr Conversion-Funnel beginnt damit, dass der Kunde Ihre Werbeanzeige sieht. Wenn Sie einen Wachstumskurs anstreben, sollte somit die Erhöhung der Anzeigen Impressionen (Werbereichweite) Ihre Priorität sein. Die Faktoren, die Ihre Impressionen beeinflussen, sind:

Keyword Auswahl

Suchvolumen des jeweiligen Keywords

Relevanz – Bewertet Amazon Ihre Produkte als relevant für das jeweilige Keyword?

Gebot

Kampagnen Budget

Viele Händler erhöhen im Rahmen ihrer Amazon Wachstumsstrategie die Gebote (Standardgebot und Keyword-Gebot), um zusätzliche Anzeigen-Impressionen zu generieren. Wie unter Punkt 1 bereits erwähnt, führt diese Strategie allerdings dazu, dass der durchschnittliche Klickpreis und somit auch Ihr ACoS steigen. Der Preis für die gestiegene Reichweite ist also eine geringere Profitabilität.

Eine alternative Strategie besteht darin, zusätzliche relevante Keywords zu recherchieren und diese in die Produktdaten und die Werbekampagnen einzupflegen. Indem Sie die Anzahl der traffic-generierenden Keywords steigern, erhöht sich Ihre erwartete Reichweite, ohne dass dabei Ihr durchschnittlicher CPC und Ihr ACoS steigen.

 

4. Klicks

Ihre Klicks lassen sich berechnen, indem man die Werbereichweite (Anzahl der Anzeigen-Impressionen) mit der Klickrate (CTR) multipliziert. Wenn Sie die Reichweite Ihrer Produkte steigern möchten, sollten Sie die Faktoren optimieren, welche diese beiden Kennzahlen beeinflussen.

 

5. Klickrate (Click-Through-Rate, CTR)

Die Klickrate, kurz: CTR, ist vielleicht eine der am meisten unterschätzten Kennzahlen. Denn Händler bezahlen für Klicks und denken folglich, dass sie ihre CTR ignorieren können. Dieser Ansatz ist falsch, denn die Klickrate signalisiert Relevanz. Wie Jeff Bezos in zahllosen Interviews gesagt hat, ist Amazon deshalb so erfolgreich, weil die Kunden immer an erste Stelle gesetzt werden. Weil Nutzer nur die Produkte anklicken, die ihnen gefallen, spiegelt eine höhere Klickrate ein besseres Kauferlebnis wider. Amazon hat somit einen starken Anreiz, beliebte Produkte (mit hoher CTR) stärker auszuspielen.

Ihre Klickrate können Sie steigern, indem sie Ihre Werbekampagnen und Ihre Listings prüfen. Bei der Optimierung der Werbekampagnen stehen Keyword Relevanz und die Position der Werbeanzeigen (Ad Position) im Vordergrund. Bei der Arbeit an Ihren Listings, liegt der Fokus auf den Produkt-Attributen, die in den Suchergebnissen angezeigt werden und somit Einfluss auf das Klick-Verhalten der Benutzer haben:

Amazon Marketing KPIs - Was eine gute CTR bestimmt

Was Ihre CTR in den Amazon Marketing KPIs bestimmt

 

6. Conversion Rate (Kaufwahrscheinlichkeit)

Eine ausführliche Diskussion zum Thema „Conversion Rate Optimierung“ übersteigt den Rahmen dieses Artikels, doch folgende Fragen können Ihnen helfen Potentiale zu identifizieren:

  1. Ist das Produkt – und alle wesentlichen Produkteigenschaften – in den Produktbildern klar und in erkennbarer Form dargestellt? Wenn Sie zum Beispiel einen Rucksack verkaufen, zeigen Ihre Bilder die Schulterträger, alle Fächer und den Reißverschluss?
  2. Sind relevante Produkteigenschaften beschrieben und in den Bulletpoints bzw. in der Produktbeschreibung erklärt? Geben Sie zum Beispiel an, ob Ihr Rucksack normale oder wasserdichte Fächer hat
  3. Könnten Ihre Kunden mögliche Bedenken haben, die sie davon abhalten, einen Kauf zu tätigen? Wenn Sie beispielsweise Nahrungsergänzungsmittel verkaufen, dann sollten Sie Wirkung und Verträglichkeit ansprechen.
  4. Hat das Produkt einen angemessenen Preis, wenn man es mit den Produkten von relevanten Wettbewerbern vergleicht?
  5. Haben Sie positive Kundenbewertungen, welche die Produktqualität bestätigen und das Risiko für Kaufinteressenten reduzieren?

 

7. Bestellungen (Conversions)

Mit Bestellungen ist die Gesamtanzahl der Käufe gemeint und nicht der Umsatz, den die Bestellungen generiert haben.

Die Formel lautet:

 

Bestellungen = Gesamtanzahl Klicks x durchschnittliche Conversion Rate

 

Wenn Sie Ihr Bestellvolumen steigern möchten, sollten Sie an den Faktoren arbeiten, welche die Klickanzahl und die durchschnittliche Kaufwahrscheinlichkeit (Conversion Rate) beeinflussen. Da die Anzahl an Klicks für Ihren ACoS und Ihre Profitabilität irrelevant ist, sollte Ihr Fokus auf der Steigerung der Conversion Rate liegen.

Produkte für das Amazon Marketing KPI System

Amazon Marketing KPIs sind für jedes Produkt anwendbar

8. Durchschnittlicher Bestellwert (Average Basket)

Der durchschnittliche Warenkorbwert kann ganz einfach berechnet werden, indem Sie den generierten Umsatz durch die Zahl der Bestellungen teilen.

Folgende Faktoren beeinflussen den durchschnittlichen Bestellwert:

Produktpreis

Durchschnittliche Anzahl an Produkten pro Bestellung (unterschiedliche SKUs)

Durchschnittliche Menge (Menge je SKU)

Da die absolute Gewinnmarge regelmäßig mit dem Bestellwert zunimmt, kann es für hochpreisige Produkte einfacher sein, die Gewinnschwelle (Break-Even-Point) zu erreichen. Für niedrigpreisige Produkte (unter 20€) ist die Conversion Rate die spielentscheidende Variable.

 

9. Verkäufe (Umsatz)

Die Formel zur Berechnung der Verkäufe lautet:

 

Umsatz = Anzahl Bestellungen x durchschnittlicher Bestellwert

 

Ihren Umsatz können Sie steigern, indem Sie die Faktoren überdenken, welche die Klickanzahl, die Conversion Rate und den durchschnittlichen Warenkorbwert beeinflussen.

 

Rentabilität

 

10. Zugeschriebene Umsatzkosten (ACoS)

Die zugeschriebenen Umsatzkosten (auch bekannt als Advertising Cost of Sales oder abgekürzt ACoS) lassen sich berechnen, indem man die Werbekosten durch den Werbeumsatz teilt. Während die Werbeausgaben (Ad Spend) eindeutig sind, ist der zugeschriebene Werbeumsatz etwas komplexer als man zunächst erwarten würde, weil Amazon sechs unterschiedliche Umsatzkennzahlen bereitstellt und sich somit auch sechs verschiedene ACoS-Werte berechnen lassen. Zwei Faktoren erklären die unterschiedlichen Umsatzwerte:

1. Die maximale Zeit zwischen Anzeigen-Klick und Bestellung (Attribution-Window)

2. Gesamtumsatz vs. „beworbene SKU = gekaufte SKU“ -Umsatz

 

Wir diskutieren dieses Thema ausführlicher in diesem Artikel und erklären dabei auch, wie Sie die Break-Even-Bedingung nutzen können, um Ihren maximalen Ziel-ACos individuell zu berechnen.

Die Grundlage für effektives Amazon PPC Marketing ist transparentes Controlling. Schreiben Sie uns gern einen Kommentar unter diesen Artikel oder kontaktieren Sie uns direkt, wenn Sie weiterführende Fragen haben oder Ihre Kennzahlen mit uns prüfen möchten. Wir freuen uns, Ihnen weiterhelfen zu dürfen.

 

 

 

sketch amazon optimization

Amazon PPC Experte– Suchen Sie wirklich nach einem Berater?

Suchen Sie nach einem Amazon PPC Experten, der sich Ihre gesponserten Produktkampagnen einmal ansieht und Ihnen Tipps für die Optimierung gibt? Wenn Sie diese Frage bejahen, hoffen Sie sicherlich, dass dieses Vorgehen Ihnen zu langfristigem Erfolg auf Amazon verhilft.

Lassen Sie mich direkt sein: Was Sie suchen, ist in diesem Fall nicht das, was Sie tatsächlich benötigen. PPC Kampagnen Optimierung umfasst das Management von Prozessen und Daten. Deshalb wird wahre Optimierung auf Amazon, durch eine langfristige Partnerschaft und kontinuierliches Management der Kampagnen erreicht. Eine “einmalige” Amazon PPC Anleitung oder Optimierung von einem Berater wird nicht zu dem langfristigen Erfolg führen, den Sie sich erhoffen.

In diesem Artikel werden wir Ihnen helfen zu verstehen, wie man PPC Kampagnen prozessual optimiert und wie eine erfolgreiche Partnerschaft mit einem Amazon PPC Experten funktionieren kann. Auf die inhaltliche Optimierung von Kampagnen gehen wir in diesem Artikel nicht weiter ein, schauen Sie dazu gern auf unsere Blog-Übersicht und stöbern Sie durch unsere anderen Artikel.

Ihr Amazon PPC Guide

Ein guter Berater agiert als Ihr persönlicher Amazon Marketing Support, in dem er Ihnen seine Prozesse beibringt und gleichzeitig individuelle Prozesse für Ihre Situation und Ihre Ziele entwickelt. Zusammen werden Sie sich auf die relevanten Faktoren fokussieren, die Amazon PPC Optimierung ausmachen:

  • Keyword Analyse
  • Listing Optimierung (durch Back-End Keywords)
  • Kampagnen Setup
  • Controlling und Reporting
  • Bid Management

Vorbereitung für Ihr erstes Gespräch

Im ersten Gespräch sollte es auf jeden Fall darum gehen, Ihr Unternehmen und Ihre Ziele für den Vertrieb über Amazon wirklich zu verstehen, während gleichzeitig die verfügbaren Ressourcen betrachtet werden. Folgende Fragen sollten Sie während dieser Gespräche erörtern und im besten Fall auch beantworten können:

  • Was sind Ihre Umsatz- und Gewinnziele?
  • Welche Profitmargen gelten für individuelle Produkte?
  • Welche Produkte sollen beworben werden?
  • In welchen Ländern sollen die betroffenen Produkte beworben werden?

Durch Ihre Antworten, können folgende Parameter für eine optimale Performance angepasst werden:

  • Amazon Marktplätze auf denen agiert wird (Länder)
  • Produktauswahl
  • Das tägliche Kampagnenbudget
  • Standardgebot
  • Maximaler ACoS

Um die Zeit, mit Ihrem Amazon PPC Experten optimal zu nutzen, sollten Sie sich im Vorfeld gut vorbereiten. Detaillierte Profit- und Umsatzziele sollten bei dem ersten Treffen genauso vorleget werden können wie das maximale Budget, welches Sie bereits sind zu investieren. Wenn Sie noch keinerlei Erfahrungen in der Anwendung von gesponserten Produktkampagnen haben und diese Informationen nicht auf künftige Werbekampagnen herunterbrechen können, dann sollten Sie diese aber übergreifend für Ihren Produktverkauf auf Amazon wissen. Sprich welche Ressourcen benötige ich für den Vertrieb, welche Margen haben meine Produkte und wie viel Budget habe ich für Marketingmaßnahmen zur Verfügung.

Ohne historische Kampagnendaten wird es ziemlich herausfordernd sein, ein richtiges Standardgebot oder den maximalen ACoS festzulegen. Gerade in diesem Fall kann Ihnen ein kompetenter Amazon PPC Profi sowohl Zeit als auch kostspielige Experimente ersparen und Ihnen aufgrund seiner langjährigen Erfahrung die richtigen Zielwerte für den Kampagnenstart empfehlen. Für einen ersten Überblick über die richtige PPC Strategie in der jeweiligen Phase des Produktlebenszyklus können Sie hier nachlesen.

Laufende PPC Kampagnen Optimerung

Wie wir bereits erwähnte haben, ist ein einmaliges “Optimieren” nicht wirklich effektiv. Mit einer funktionierenden Partnerschaft, haben Sie einen Experten an Ihrer Seite, der die PPC Kampagnen kontinuierlich beobachtet und steuert. Ob diese Aufgabe einem Freelancer, einer Agentur oder internen Angestellten übertragen wird, hängt von einigen Faktoren ab. Sowohl die Größe Ihres Unternehmens, Ihre internen Prozesse und Ressourcen, als auch Ihre Strategieziele, werden unausweichlich Einfluss auf diese Entscheidung haben.

Amazon PPC Tutorials

Die operative Kontrolle in manchen Bereichen abzugeben macht hier definitiv Sinn, aber die grundlegende Strategie sollten Sie auf jeden Fall selbst festlegen. Falls Ihnen diese Aufgabe Anfangs nur schwer umsetzbar scheint, können Sie auch hier auf einen Amazon Experten oder Berater zurückgreifen, der langjährige Erfahrung mit der Entwicklung von Strategien und deren Umsetzung hat.

Für das langfristige Management Ihrer gesponserten Produktkampagnen, sollten Sie jedoch die Strategie alleine definieren können. Um dies effektiv tun zu können, sollten Sie Ihr eigenes Wissen auf dem Gebiet laufend erweitern und sich aktuelle Informationen einholen. So können Sie die Empfehlungen Ihres PPC Beraters genauer verstehen und besser einschätzen. Durch die Vertrautheit mit Fachbegriffen wird die Diskussion mit Ihrem Berater außerdem um einiges effektiver verlaufen.

woman sitting in a cafe and learning

Wo finden Sie aber nun Ressourcen für effektive Weiterbildung? Amazon PPC Tutorials, Kurse und diverse Seminare sind weit verfügbar, sowohl für den persönlich Besuch als auch im Online-Format als Webinare und Whitepapers. Außerdem gibt es spezialisierte Facebook Gruppen in denen Sie spezifische Fragen zu Ihrem Problem stellen können und die Antworten und Meinungen von einschlägigen Experten erhalten. Hier sind einige hilfreiche Gruppen in alphabetischer Reihenfolge gelistet, denen Sie bei Interesse beitreten können:

  • Amalyze AG
  • Amazon für Profi Verkäufer (SellerLogic)
  • Amazon SEO
  • Multichannel Rockstars
  • Private Label Journey (Deutschsprachig, FBA)
  • Sellics
  • Wortfilter.de

Außerdem ist das Facebook Profil von dem versierten Experten David Goldstrohm eine sehr interessante Informations- und Inspirationsquelle, der man folgen sollte (wenn Sie im Englischen fit sind).

Haben Sie noch weitere Ideen oder offene Fragen? Möchten Sie mehr Informationen zu einem Aspekt des Artikels wissen oder sollen wir einen Blick auf Ihre Amazon Kampagnen werfen? Kontaktieren Sie uns einfach oder schreiben Sie einen Kommentar unter diesen Artikel. Wir helfen sehr gern!